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Die Nobiskrug Werft wieder im Aufschwung

Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag,
Sonderbeilage vom 12.09.2008


Der Firmenname "Nobiskrug" wurde von der alten Flurbezeichnung des Geländes, auf dem die Werft gegründet wurde, übernommen. In der Mythologie bedeutet "Nobiskrug" die letzte Raststätte im Diesseits auf dem Weg ins Jenseits.

Nach der Gründung der Werft im Jahre 1905 wurde die Werft bereits im Jahr 1908 eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Mit dem guten Überstehen der Weltwirtschaftskrise und den ausgebuchten Auftragsbüchern während der Kriege entwickelte sich das neu geordnete Unternehmen hervorragend. Dadurch wurde die Werft für andere deutsche und ausländische Werften wettbewerbsfähig.

Bis Mitte der 80er Jahre war die Werft ein sehr erfolgreiches Unternehmen im Schiffsneubau. 1986 kamen wirtschaftlich schlechte Zeiten auf die Werft zu, die bis zum Konkurs führten. Durch den Konkurs sank die Beschäftigungszahl von über 1200 auf ca. 400 Mitarbeiter. Die HDW-Werft in Kiel übernahm die Werft Nobiskrug 1987 und die Nobiskrug Werft firmierte deshalb bis 2005 als HDW-Nobiskrug GmbH.

Ebenso wurde Mitte der 90er Jahre eine Stahlbauabteilung integriert, die damals wie auch heute ein festes Standbein der Werft ist. Ein großer Auftrag ist unter anderem die Instandhaltung der Eisenbahnhochbrücke in Rendsburg.

Im Jahr 2005 wurde die Nobiskrug GmbH eine Tochtergesellschaft des ThyssenKrupp-Konzerns und firmierte bis Juni 2008 unter ThyssenKrupp Marine Systems AG.

Seit 01.07.2008 steht die Rendsburger Traditionswerft im Eigentum der Eagle River Deutschland GmbH, eine 100%-Tochtergesellschaft der Eagle River Capital Ltd., Guernsey.

Während der letzten Jahre spezialisierte sich die Werft auf den Bau von luxuriösen Motoryachten bis zu einer Länge von 100 m. Bereits drei dieser exklusiven Schiffe wurden bislang an ihre Eigner ausgeliefert. Die erste Yacht "TATOOSH" war mit einer Länge von 92 Metern die erste und gleichzeitig längste der drei. Sie wurde 2001 ihrem Eigner übergeben. Die zweite Yacht, "TRIPLE SEVEN" (67 m), gewann nur wenige Monate nach ihrer Auslieferung einen international hoch angesehenen Designpreis in Ft. Lauderdale/USA.

Im April diesen Jahres wurde "SIREN" (73 m) an ihren Eigner übergeben.

Mit weiteren fünf Yachten, die sich derzeit in verschiedenen Phasen des Konstruktions- und Fertigungsprozesses befinden, sind die Auftragsbücher von Nobiskrug bis 2011 gefüllt.

Ebenso verzeichnen die Geschäftsaktivitäten von Nobiskrug in den Bereichen Schiffsreparatur und -umbau sowie Stahlbau eine gute Auslastung.

 

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